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Die Täuferarchive

Die Entwicklung von Gesellschaften führt immer wieder zu Ausgrenzung und Verfolgung von Minoritäten. Um diese Auswüchse, welche ständig Form und Adressat wechseln, verstehen zu können, ist es wichtig, sich ihre Mechanismen mit Hilfe von Fakten zu verdeutlichen.

In der Schweiz illustriert die Geschichte der Täufer diese Problematik. Diese Bevölkerungsgruppe wurde von Beginn der Reformation in Zürich (16. Jh.) bis zur Entstehung des modernen Nationalstaates (19 Jh.) in mehr und weniger intensiven Formen verfolgt. Zahlreiche Täufer sahen sich gezwungen, ins Ausland zu flüchten. Andere wiederum flüchteten auf die Jurahöhen, welche bis 1815 dem Bistum Basel angehörten. Im Verlaufe des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts haben die Täufer, die heute Mennoniten genannt werden, und die Kirchen anderer Konfessionen die Geschichte aufgearbeitet und sich versöhnt. Dies dank dem anfänglichen Einsatz von Einzelpersonen, gefolgt von einem kollektiven Vorgehen.

Die Kapelle Jean Gui im Berner Jura beherbergt das „Archiv und Bibliothek der Schweizerischen Mennonitischen Konferenz (ABKMS)“, wo sich zahlreiche unveröffentlichte Dokumente und Gegenstände befinden, welche Zeuge dieser Geschichte sind. Die Kapelle befindet sich auf dem Abschnitt zwischen La Tanne und Le Jeanbrenin. Die Archive können auch im Rahmen der Täuferweg-Wanderung besichtigt werden. Es ist eindrücklich zu sehen, wie diese Personen in der Not und unter diesen harschen klimatischen Bedingungen, sich ein Leben auf den Jurahöhen einrichten konnten.

Infos

  • Geführte Besichtigungen nur auf Anfrage (Gruppen und Individuell)
  • Sprache der Führung: Französisch, Deutsch, Englisch
  • CHF 15.- pro Person
  • Ungefähre Dauer: 90 Minuten

Gut zu Wissen

  • Auskunft und Reservation zum Pauschalangebot der Täuferweg-Wanderung hier
  • Reservation der Besichtigung der Archive unter der untenstehenden Adresse

    T. +41 (0)79 797 33 53
    e.rm.geiser@bluewin.ch

Jura bernois Tourisme
Place de la Gare 2
CH-2610 St-Imier
T. +41 (0) 32 942 39 42